Zeit der ersten Liebe

Wer kennt sie nicht, die Leidenschaft, mit der man zu Beginn seines Christseins aktiv war. Leider ist zu beobachten, dass diese erste Liebe mit fortschreitender Dauer des Christseins erkaltet. Hans-Joachim Eckstein, Theologe, Autor, Poet und gefragter Referent sowie Liederkomponist, lädt in „Zeit der ersten Liebe“ zu einem lebensbejahenden und befreienden Glauben ein.

 

Dem Professor für Neues Testament gelingt es, das zu verbinden, was viele als Gegensätze empfinden:

  • persönlichen Glauben und Denken,
  • Gemeinde und Wissenschaft sowie
  • Lebensfreude und Verantwortlichkeit.

 

 

Die individuelle Persönlichkeitsentfaltung betrifft auch unser Glaubensverständnis und unser eigene Gottesbild. „Die Gedanken des vorliegenden Buches knüpfen an Diskussionen und persönliche Gespräche an, die ich mit jungen Erwachsenen im Zusammenhang mit Vorträgen und Seminaren geführt habe“. Der Verfasser möchte Menschen, die eine Zeit der Krise oder Freude erlebt haben und sich u. U. von ihrem einstigen Glauben entfremdet haben, neu zur Ursprünglichkeit des Wahrhaftigen zurückführen. Und so stellt sich Eckstein die Frage: Was kommt nach dem Kinderglauben?

 

Das Buch besteht aus einzelnen Artikeln, die die zentralen Begriffe und grundlegenden Aussagen des christlichen Glaubens aufnehmen und in Auseinandersetzung mit verbreiteten Missverständnissen entfalten. Eckstein bezieht neben der Bibel auch zwischenmenschliche Erfahrungen und sozialpsychologische Einsichten sowie die eigene kritische Auseinandersetzung ein. Bei der Themenauswahl hat sich der Autor keiner systematischen Geschlossenheit oder gar Vollständigkeit verschrieben, sondern es soll vielmehr „das Wesen und die Grundstruktur des Evangeliums – als einer ‚erfreulichen‘ und ‚guten‘ Nachricht – gerade an den Punkten aufgedeckt werden, die sich in Gesprächen und Diskussionen immer wieder als besonders missverständlich und schwierig erwiesen“ haben. „Bei der suche nach einem glaubwürdigen Glauben werden wir auf die Frage der Liebe verwiesen.“

 

Was man zweifellos sagen kann ist, dass durch die konzentrierte Darstellungsweise und die Fülle der Gedanken dem Leser viel Aufmerksamkeit abverlangt wird – „weshalb einige sich schon an einen ‚Kleinen Katechismus‘ erinnert fühlen“. Jedoch bilden „die Abschnitte gedankliche Einheiten, die ohne Weiteres einzeln gelesen – oder bei Einbeziehung der biblischen Belege – eingehend erarbeitet werden können“, so Eckstein.

 

Als Lesepublikum hat Eckstein einerseits alle jene vor Augen, die mit der christlichen Tradition sehr wohl vertraut sind, aber nur schwer in einen neuen, von Vorurteilen freien und ungetrübten Zugang zum Glauben finden. Andererseits sollen diejenigen angesprochen werden, die sich auf der Suche nach einer neuen Ursprünglichkeit – jenseits von Kinderglauben und Glaubenskrise – befinden. Mit der Aufteilung in kurze Artikel ist das Buch zudem eine gute Grundlage für Gesprächskreise und Diskussionsrunden und kann auch als Anregung für Vorträge und Fortbildungen Verwendung finden.

 

 

Zeit der ersten Liebe ist ein intellektuell und literarisch ansprechendes Buch, welches zu einer neuen Ursprünglichkeit der Christusbeziehung motivieren möchte, statt sich systemischem Denken zu verschreiben. „Erwachsen ist der Glaube, wenn es gelingt, eine Verbindlichkeit zu finden, die nicht gesetzlich ist, und eine Freiheit zu entdecken, die nicht unverbindlich ist“. 

 

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Das Buch: 

  • Eckstein, H.-J.: (2020): Zeit der ersten Liebe. Zu einer neuen Ursprünglichkeit nach Kinderglaube und Glaubenskrise (8., neu bearb. Und stark erw. Auflage), SCM Verlag, 160 Seiten, ISBN:  978-3-7751-6019-3, Preis: 14,99€

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